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Auf der Reise ins "ICH"
Oder
Begegnungen

Teil II

Bald hatte mich der Alltag wieder. Meine Frau kam aus dem Krankenhaus zurück und ich ging wieder meinen Gewohnheiten nach. Arbeiten, in der Band spielen, und abendliche Besuche bei den Frauen des Ortes.

Bei einem Treffen der weiblichen Dorfgemeinschaft, es hatten schon Einige zu tief ins Glas geschaut, flog alles auf. Meine Frau wollte wissen mit wem ich alles schon geschlafen hätte, und als dies zu unübersichtlich wurde, forderte sie die Frauen auf sich zu erheben, bei denen ich noch nicht gelegen hatte.

Das waren weitaus weniger. Die Folge war eine kurze und für mich schmerzhafte Scheidung, hing ich doch an den Kindern. Doch der Kontakt riss nie ab und ist auch heute noch sehr gut.
Ich verkaufte das Haus und richtete meiner Ex einen neue Wohnung in einer andere Stadt ein. Wir trennten uns also "im Guten" wie man landläufig sagt.

Ich ertränkte meinen Seelenschmerz in Alkohol und hätte dies wohl bis zum Ende getan, wenn ich nicht wieder eine Frau getroffen hätte, die mich auffing.

Wenn ich zurück schaue, so hatte ich mein ganzes bisheriges Leben immer weibliche Freunde. Unter einem Freund verstehe ich jemanden, der zu einem hält, mit dem man alles bereden kann, ohne gleich ins Bett zu hüpfen. Davon gibt es drei Frauen, mit denen ich heute noch zusammen bin, ohne je sexuellen Kontakt gehabt zu haben. (blöder Satz von der Formulierung her , entspricht aber so der Wahrheit)

Also! Besagte Dame war meine Hausärztin. Sie war eine der ersten Frauen in der Gegend in der ich damals wohnte, die sich zu ihrer lesbischen Neigung bekannte und auch danach lebte.
Ich hatte gerade großfrei und war dabei "Schiffe versenken" zu spielen. Das bedeutete, ich ließ mich langsam vollaufen.

Die Dame trat in das Zimmer, ignorierte meine Anzugsordnung, (soweit ich mich erinnern kann, hatte ich nur Strumpfhosen an), nahm mir die Flasche weg und sagte: "Ich muss mit dir reden."
Großartige Geste und die Forderung mir meine Flasche wiederzugeben, sonst würde ich gar nichts sagen. Ich konnte mir denken, warum sie zu mir gekommen war, hatte ich doch ein "Wunder" vollbracht, und alle Leute in der Gegend sprachen seit Tagen von nichts anderem.

Dabei war die Sache ganz einfach zu erklären. Meine Nachbarin litt seit Jahren an offenen Beinen und ich hatte diese Krankheit innerhalb weniger Monate geheilt. Es war ganz einfach. Sie musste ihren Morgenurin sammeln und ich tränkte ihr Wasser in Binden, die ich mit einem Zusatz an Bruchwurzsaft versehen hatte. Die Pflanzen hatte ich im Erzgebirge gesammelt.

Das alles erzählte ich der Frau Doktor. Damit hätte die Geschichte zu Ende sein können. Doch sie fing noch von einer anderen Patientin an, die ich zu ihr geschickt hatte, weil sie an einem Geschwür am Zwölffingerdarm litt.

"Wie hast du das herausgefunden", fragte sie mich. Ich war zwar wütend und wollte meine Ruhe, doch nahm ich meine Uhr ab, ergriff ihre Hände und schaute sie an. "So hab ich das gemacht. Und du hast einen verhärteten Rücken im linken Schulterbereich."
Sie fragte, wie das funktioniert. Ich zuckte mit den Schultern. "Weiß ich nicht. Es geht einfach. Das habe ich irgendwann von meiner Tante im Erzgebirge gelernt. Wenn ich will, kann ich eben da rein schauen in den Körper."

Dann ergriff ich die Flasche, nahm einen Schluck und glotzte sie an: "Was ist nun, ziehst du dich endlich aus, damit ich deinen Rücken massieren kann oder willst du weiter mit den Schmerzen durch die Gegend laufen."

Die Dame, nennen wir sie Elvira, lachte: "Du bist verrückt, aber schön verrückt" und knöpfte ihre Bluse auf. Soviel Verstand hatte ich noch, dass ich ihren herrlichen Körper wahrnahm. Dann konzentrierte ich mich auf die Verhärtung an ihrem Rücken.

Die Frau Doktor kam die ganze Woche wieder, dann war ihr Rücken leicht und locker wie der eines Kindes. Immer hatte ich sie nackt, nur in Strumpfhosen empfangen, und für sie war es wohl das Selbstverständlichste von der Welt. Jedes Mal brachte sie etwas zu trinken mit, und ließ zum Abschied ein kleines Päckchen zurück. Darin war ein Slip, ein Strumpfhalter und einmal ein Korselett.
Zur letzten Sitzung kam sie erst spät am Abend. Ich hatte all ihre Geschenke angezogen und mich bis unter die "Haut" rasiert. Auch unten.

Sie sah müde und abgespannt aus und begab sich schweigend auf die Liege. Doch diesmal hatte sie sich auch im unteren Stockwerk von ihren Hüllen befreit und lag nun nur mit einem Slip bekleidet auf dem Bauch. Meine Reaktion zwischen den Beinen war wohl verständlich. Elvira nahm es zur Kenntnis und murmelte: "Ich dachte schon, bei dir ist alles eingeschlafen."

Nun verstand ich überhaupt nichts mehr. Was für mich galt, dass es keine hetero oder homosexuellen Menschen gab, musste doch noch lange nicht die Meinung von anderen Menschen sein. Oh einfältige Unschuld, warum denkt man immer, das man mit seinen Träumen und Wünschen alleine auf der Welt ist. Ich begann sie also zu massieren und als ich fertig war, ritt mich der Teufel und ich begann ihren Po aufzudecken und diesen zu streicheln.

Dabei blieb es natürlich nicht und nach einiger Zeit hatte ich sie mit den Fingern in den Himmel der Lust befördert. "Ich wußte doch dass du goldene Hände hast, und nicht nur zum Rücken massieren", gestand sie und ich blickte in ein glattes, glücklich lächelndes Gesicht. Was ein Orgasmus alles zu Wege bringt.

Doch damit war noch nicht Schluß. Während ich hilflos und unbeweglich vor ihr stand, gingen ihre Hände an meinem Körper auf Wanderschaft. Glitten zwischen die Beine und drangen in das verbotene Tal ein. Mein Unterleib glich einem Bienenschwarm und ich glaubte jeden Moment der Länge nach auf den Boden zu fallen.

Ohne mir meiner Handlung richtig bewußt zu werden, öffnete ich meine Beine. "Geh in meine Tasche, nimm die Tube Vaseline heraus und säubere dich im Bad", forderte sie mich auf.

Bald lagen wir nebeneinander und begannen uns zu streicheln. War meine Schwiegermutter grob zärtlich, so empfing ich jetzt die höchsten Wonnen der Lust. Mein Schwanz war egal obwohl ich ihn immer wieder in den Vordergrund schob. Elvira ignorierte ihn, wanderte dafür mit ihren Fingern immer tiefer hinein in die unerforschlichen Tiefen des anderen Lustkanals.

Ich verlor meinen Saft nur durch diese Stimulation. Doch die Gier auf diese Frau wollte kein Ende nehmen und ich trank den Strom ihrer Erfüllung. Dann kam der Satz: "Du bist so lieb wie nur eine Frau sein kann. Sei eine, für mich und meine Freundin."

In diesem Moment dachte ich nicht an die Tragweite sondern nur daran, dass ich mit zwei Frauen ins Bett gehen durfte, denn etwas anderes war diese Einladung wohl nicht. Oh eitle Traumgedanken. Die Realität übertraf alles erhoffte. Sie nahmen mich, ich nahm sie, wir wühlten in unseren Leibern bis zum Wahnsinn.

Doch alles Schöne hat auch einmal ein Ende.
Ich stand Mittlerweile auf dem Index der Behörden. In Dresden wartete eine Gerichtsverhandlung wegen <<Untergrabung der sozialistischen Ethik und Moral und Beleidigung der Arbeiterklasse>> und die beiden Frauen hatten sich für einen Einsatz ins Nicht- Sozialistische- Ausland, kurz NSW, beworben.

Also stand die Frage: geben wir uns unserer Leidenschaft hin oder denken wir vernünftig? Die Vernunft siegte. Die beiden Frauen gingen nach Afrika und ich wurde zu zwei Jahren Bewährung verurteilt, erhielt Schreib- und Auftrittsverbot und musste zur Strafarbeit ins Kraftberg Boxberg.