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Haare
Das
Problem pflanzt sich von oben nach unten am Körper fort. Haare.
Sie sind überall dort, wo sie nicht sein sollen und nicht dort,
wo sie sein sollen. Was kann frau also tun? Fangen wir oben an:
Haarausfall:
Viele von uns haben mit Haarausfall ein Problem. Manche müssen sogar
Perücken tragen, da es sich auf dem Kopf doch schon ziemlich gelichtet
hat, denn die meisten entscheiden sich erst Anfang 30 für ihren
Weg und da ist es meistens schon zu spät.
Klar ist: mit beginnender Hormoneinnahme ist das Problem in der
Regel vorbei. Nur, was weg ist, kommt wenn überhaupt, nur spärlich
wieder. Was ist aber mit denen, die keine Hormone nehmen möchten?
Hier bieten sich seit einiger Zeit tatsächlich ein paar Möglichkeiten
an, die recht vielversprechend sind.
Es gibt ein Medikament, das gegen Prostatavergrößerung beim Mann
wirksam ist. Es heißt Proscar und ist rezeptpflichtig. Es enthält
5mg Finasterid. Bei der Breitenerprobung des Medikamentes wurde
festgestellt, daß dieser Wirkstoff nicht nur das Prostatawachstum
hemmt, sondern auch den Haarwuchs auf dem Kopf aktiviert und nach
längerer Einnahme sogar schon tot geglaubte Haarwurzeln wiederbeleben
kann. Wie gesagt: kann (bei mir hat's funktioniert).
Proscar
ist aber wegen seiner hohen Dosierung für die reine Aktivierung
des Haarwuchses zu hoch dosiert. Speziell für diesen Fall wurde
Propezia entwickelt. Es enthält 1mg Finasterid und ist auch vom
Hersteller ausdrücklich als Haarwuchsmittel ausgewiesen. Aber Achtung:
Dieses Präparat sollten nur biologische Männer nehmen. Bei FzM sind
beide Präparate kontraindiziert!!!
Wegen
der hohen Preise von Propezia kann man natürlich auch Proscar kaufen,
und die Tabletten vierteln. Das spart eine Menge Geld - und der
nette Hausarzt hat sicher Verständnis.
Eine
weitere, rezeptfreie Möglichkeit bietet ein anders Präparat. Es
heißt Pantostin. Dieses enthält ein dem Estradiol verwandtes Hormon
und wird als Tinktur flüssig auf die Kopfhaut aufgetragen. Dort
natürlich besonders auf die Stellen, wo besonders wenig Haare wachsen.
Nach ein paar Wochen stellt sich tatsächlich an ein paar Stellen
neuer Haarwuchs ein (ich war begeistert).
Auch
scheint eine Kombination aus Proscar und Pantostin möglich. Da beide
Präparate aber Hormone enthalten, muß sorgfältig abgewogen werden,
ob eventuelle sonstige Hormoneinnahmen verringert werden können.
Zu
den Nebenwirkungen:
Medikamente die Hormone enthalten, können Potenzverlust und Gefäßverengung
hervorrufen und damit das Infarktrisiko vergrößern. Besonders
Raucherinnen und Schwangere sind hier gefärdet. Also vor der
Anwendung am besten mit dem Arzt des Vertrauens reden.
Mir
fiel auf, daß viele von euch sich nicht zum Arzt trauen. Dieses
Mißtrauen ist sicher unbegründet. Denn eine gute Beratung gibt's
nur dort. Oft am besten beim Hausarzt um die Ecke. Und dort macht
es wirklich überhaupt nichts aus, zuzugeben das man TS/TV oder sonst
was ist.
Allemal
besser, als sich Dinge zweifelhafter Herkunft und Zusammensetzung
schwarz über das Internet zu beschaffen.
Im
Gesicht
Hier
verhält es sich mit dem Wunsch nach Haaren genau umgekehrt, als
weiter oben. Sprich wie werde ich all das am schnellsten los? Also
schnell geht in diesem Zusammenhang ziemlich wenig. Meist ist es
schmerzhaft und immer teuer. Aber beginnen wir am Anfang:
Auszupfen
mit ein Pinzette:
Diese Art der Epilation ist ziemlich mühsam. Dazu kommt gerade anfangs
ein wirklich nicht zu unterschätzender Schmerz und eine heftige
Hautreizung. Außerdem ist das Ganze nur von sehr kurzer Dauer. Nach
3 bis 7 Tagen kommt schon wieder ein neues Haar.
Wachs
Zur Entfernung der Gesichtsbehaarung bieten manche Kosmetikerinnen
die Epilation mit einem speziellem Wachs an (nicht zu verwechseln
mit dem Wachs für die Beine, damit geht's nicht). Dies ist auch
relativ schmerzhaft und nur von kurzer Dauer. Mit dem Bart ist es
leider anders als mit der sonstigen Körperbehaarung: Die Haare kommen
meist auch nach jahrelanger Epilation immer wieder. Somit ist die
rein mechanische Entfernung nur für Menschen mit extrem wenig Bart
geeignet. Auch kann frau oft bei Hoher Hormondosierung mit reinem
Zupfen zurechtkommen.
Elektrische
Pinzetten
Manche Kosmetikstudios bieten die Epilation mit elektrischen Pinzetten
an. Die Wirkung ist aber eher mäßig. Die meisten Haare kommen wieder.
Das einzige, was wirklich weg ist, ist dein Geld, denn hierfür sind
bis zu 80 DM pro Stunde zu zahlen - du benötigst aber mindestens
200 Sitzungen bei mittlerem Bartwuchs!!!
Chemische
Zusätze
Manche versprechen eine wirksame Epilation mit elektrischen Pinzetten
und chemischen Zusätzen wie Cremes oder Tinkturen. Auch hiervon
rate ich dringend ab. Alle Haare wirst du wiedersehen.
Nadelepilation
Hierbei wird eine feine Nadel in den Haarkanal eingeführt, bestromt
und wieder herausgezogen. Das Haar läßt sich nach dieser Methode
einfach entnehmen und wächst in einem von zwei Fällen auch nicht
mehr nach. Dieses Verfahren gibt es schon lange. Es tut wirklich
fürchterlich weh, obwohl: manche halten's ja aus. Oft sieht auch
das Gesicht danach ein wenig pockennarbig aus. Und leider ist es
auch recht langwierig. So mit 200 Sitzungen mußt du bei starkem
Bartwuchs schon rechnen. Auch die Preise sind oft gesalzen. Bis
zu 200 DM pro Sitzung werden manchmal verlangt. Dabei ist es interessant,
daß diese Methode als einzige mit wenig Komplikationen von den Krankenkassen
unterstützt wird.
Nadelepilation
mit der Sequential-Blend Methode
Besser geht die Nadelepilation allerdings mit den neuen Geräten
von Cosmomed. Hier wird wie bei den alten Geräten auch eine feine
Nadel benutzt. Der Unterschied liegt in der Bestromung. In diesem
Fall wird im Gegensatz zu früher eine Kombination aus Gleich- und
Wechselstrom verwendet. Der Strom wird darüber hinaus auch noch
gepulst. Die Schmerzreduktion ist beachtlich ( bis zu 70 %) und
die Narbenbildung ist bei professioneller Anwendung gering. Vorteil
dieser Methode: sie wirkt bei schwarzen und weißen Haaren.
Weiterhin kanst du die Schmerzen deutlich reduzieren, wenn du eine
Stunde vorher Emla Betäubungssalbe auf die zu behandelnde Hautpartie
aufträgst. Du bekommst sie in der Apotheke. Zusätzlich ist auch
eine gute Schmerztablette (oder auch zwei) hilfreich. Nur hüte dich
vor Aspirin oder anderen ASS-haltigen Produkten. Sie verdünnen das
Blut. Und dies kann zu heftigen Blutungen bei der Epilationsbehandlung
führen. Also greifst du am besten zu Paracetamol Ratiofarm, damit
passiert nichts.
Lasermethoden
Bei der Laserepilation werden die Haare durch den Beschuß mit einem
Laser stark erwärmt, so daß dabei die Wurzel verkocht - das Haar
stirbt ab. Soviel zu Theorie. In der Praxis gibt es einige verschiedene
Laser. Photoderm, Alexandrit, L-Epir u.a. Die Funktion unterscheidet
sich in Vielem. Das Endergebnis bleibt aber immer gleich: Schwarze
Haare werden oft sehr schnell und manche ( eins von vieren ) auch
dauerhaft entfernt.
Bei weißen oder hellen Haaren funktioniert das Prinzip -allen Gegenaussagen
zum Trotz- überhaupt nicht.
Ich persönlich habe gute Erfahrung mit Photoderm gemacht.
Besonders beim Einsatz von Betäubungssalbe und Schmerztablette (Emla
plus Paracetamol) sind die Schmerzen erträglich, kein Vergleich
mit der Viecherei bei der Nadelepilation. Leider ist das Ganze aber
auch relativ teuer. Pro Behandlung sind ca. DM 300 aufzuwenden,
wobei im Mittel etwa 10 Behandlungen notwendig sind.
Auch mit der Kostenübernahme durch eine Krankenkasse kann es Probleme
geben.
Körperbehaarung
Am Körper ist es sicher am sinnvollsten, die Haare auszureissen.
Am besten mit Heißwachs. Das hält am längsten und ist nur
beim ersten Mal schmerzhaft. Viele Haare bleiben auch dauerhaft
weg. Heißwachs gibt`s im Drogeriemarkt von Veet. Wer mehr Geld ausgeben
möchte, kann das auch von der Kosmetikerin machen und sich verwöhnen
lassen...
Von den angebotenen elektrischen Epiliergeräten empfehle ich besonders
den Silk-Epil von Braun. Dieser entfernt wirklich alle Haare
ab ca. 1mm Länge an jeder Stelle. Dabei rotieren mehrere kleine
Klammern über der Haut und wirken wie Pinzetten. Kleiner Nachteil:
manche Haare reißen ab und die Haut entzündet sich. Hierzu sollte
Frau nicht allzu empfindlich sein.
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